Liebe Konzertbesucher,

leider betrifft die sogenannte Corona-Krise auch die Konzerte in der Remise. Laut Erlass des Ministeriums sind alle Freizeitaktivitäten und nicht unbedingt notwendige soziale Kontakte unverzüglich zu vermeiden. Aus diesen Gründen finden bis voraussichtlich 19. April 2020 keine Orchesterproben der Landesjugendensembles NRW statt. Das Konzert mit dem Landesjugendorchester NRW am 2. Mai musste daher leider abgesagt werden. Aber....für Oktober 2020 ist ein Nachholtermin in Planung.

Bereits gekaufte Konzertkarten behalten selbstverständlich Ihre Gültigkeit oder können ggf. umgetauscht werden. Wir hoffen, dass die Maßnahmen zur Eindämmung dieser Pandemie greifen und die weiteren Konzerte wie geplant stattfinden können. Aktuelle Informationen erhalten Sie hier auf unserer Homepage sowie auf unserer Facebookseite oder wir kontaktieren Sie persönlich.

Bitte bleiben Sie gesund!!

 

 

 

                                                      

Dirigent: Sebastian Tewinkel

Solisten: Jens Plücker, NDR

                Carsten Duffin, BR

                Marc Gruber, HR

                David Neuhoff, Gürzenich-Orchester Köln               

 

                                                       50 Jahre LJO

Joseph Haydn                               Aus der Schöpfung: die Vorstellung des Chaos

(1732 – 1809)

Johannes Schöllhorn                   Eine für das LJO komponierte Uraufführung „skima“

(Geboren 1962)                              

Robert Schumann                        Konzertstück für vier Hörner, op. 86

(1810 – 1856)

Ludwig van Beethoven                Sinfonie Nr. 5 c-moll, op. 67

(1770 – 1827)

 
 

Deutsche Streicherphilharmonie

Dirigent: Wolfgang Hentrich


Gerade einmal 11 Jahre alt sind die jüngsten Mitglieder der Deutschen Streicherphilharmonie und mit 18 gehören sie bereits zu den ‚Alten‘ in Deutschlands jüngstem Spitzenorchester. Der beste Streichernachwuchs aus dem bundesweiten Raum beeindruckt mit seiner hohen Qualifikation, der Exzellenz seines Spiels und hinreißender Spielfreude regelmäßig Musikkenner auf deutschen und internationalen Bühnen und ist auch in der Remise von Burg Langendorf stets ein Publikumsmagnet. Die hohe Qualität des einzigartig differenzierten Streicherklangs ist vor allem durch die kontinuierliche Arbeit mit dem langjährigen Dozententeam, allesamt Mitglieder des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin, geprägt. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker bezeichnete die DSP als das „Orchester der Wiedervereinigung“. 2020 begeben sich die ca. 65 MusikerInnen unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble auf die Spuren ihrer Geschichte, wenn sie anlässlich des Jubiläums „30 Jahre Deutsche Einheit“ in allen 16 Bundesländern konzertieren, um auf diese Weise mit der Sprache der Musik ein Zeichen für die Einheit zu setzen.

Das Ensemble wurde 1973 in Ostberlin als „Rundfunk-Musikschulorchester“ der DDR unter Leitung von Helmut Koch gegründet, seit 1991 ist es in der Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie.

Wolfgang Hentrich ist seit 1996 Erster Konzertmeister der Dresdner Philharmonie. Er studierte an der Dresdner Musikhochschule Violine und machte eine zusätzliche Ausbildung in den Fächern Streichquartett und Dirigieren. Von 1987 bis 1996 war er Erster Konzertmeister der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz. Seitdem widmet er sich neben dem Orchesterspiel intensiv der Kammermusik. Er leitet das Philharmonische Kammerorchester Dresden, ist Primarius des Dresdner Streichquintetts und des Carus Ensembles Dresden.
Das vielfältige Repertoire des Künstlers reicht von der Barockmusik über die zyklische Aufführung von Violinsonaten u.a. von Mozart, Schumann, Brahms, Grieg bis zu gemeinsamen Auftritten mit dem Rockmusiker Dirk Zöllner. Wolfgang Hentrich ist Honorarprofessor für Violine an der Dresdner Musikhochschule und widmet sich mit besonderer Liebe speziellen Programmen für Kinder. Seit August 2013 ist er Chefdirigent der Deutschen Streicherphilharmonie.

Als Ort intensiver musikalischer Jugendbildung ist das junge Spitzenensemble eine Wiege des engagierten und qualifizierten Berufsmusiker-Nachwuchses für Spitzenorchester und Solistenkarrieren. Viele ehemalige Mitglieder spielen inzwischen in namhaften Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder dem Metropolitan Opera Orchestra New York.

 

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14 JuMu 2015 klein

 

 

„Jugend musiziert“ - der große musikalische Jugendwettbewerb - motiviert Jahr für Jahr über 20.000 junge Musikerinnen und Musiker zu besonderen künstlerischen Leistungen. Er ist eine Bühne für viele, die als Solisten oder im Ensemble ihr musikalisches Können in der Öffentlichkeit zeigen und sich einer fachkundigen Jury präsentieren wollen. Neben dem musikalischen Wettbewerb geht es bei “Jugend musiziert“ um die Begegnung musikbegeisterter Jugendlicher und um die Bewältigung einer besonderen künstlerischen Herausforderung. Die konzentrierte Arbeit mit dem Musikinstrument oder der Singstimme, die Auseinandersetzung mit Werken verschiedener Musikepochen oder das gemeinsame Erlebnis beim Musizieren im Ensemble bereichern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und fördern ihre Entwicklung.

"Jugend musiziert" hat in nunmehr 53 Jahren wesentliche Impulse für das Musikleben in Deutschland gegeben. Der Wettbewerb hat künstlerische Maßstäbe gesetzt und auch für weniger gebräuchliche Instrumente, für weniger bekannte Werke und neue Stilrichtungen eine Plattform geschaffen. Die jährlich wechselnden Instrumental- und Vokal-Kategorien liefern wichtige Literaturtipps und geben Anregungen und Ziele für die Arbeit im Unterricht. “Jugend musiziert“ wird von Musikschulen und allgemein bildenden Schulen, von privaten Musikerziehern und Hochschullehrern sowie von vielen musikpädagogischen Verbänden und Interessengemeinschaften gefördert und unterstützt. Der Deutsche Musikrat, die öffentlichen Musikschulen und musikpädagogische Organisationen sichern die organisatorische Durchführung; Bund, Länder und Gemeinden sowie die Sparkassen-Finanzgruppe und zahlreiche weitere private und öffentliche Unterstützer stellen die notwendigen Mittel zur Verfügung.

"Jugend musiziert" ist offen für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, junge Berufstätige und Studierende, die nicht in einer musikalischen Berufsausbildung stehen. "Jugend musiziert“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Wettbewerb gliedert sich in drei Phasen: Aus mehr als 140 Regionalwettbewerben gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 16 Landeswettbewerbe in Deutschland und der 3 Landeswettbewerbe der Deutschen Schulen im Ausland (Mittelmeer-West, Mittelmeer Ost sowie Nord- und Westeuropa) hervor. Die ersten Landespreisträgerinnen und Landespreisträger werden zum Bundeswettbewerb entsandt. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Urkunden und Preise vergeben. Die besten Leistungen im Bundeswettbewerb zeichnet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus. Stiftungen, Organisationen, Institutionen und Privatpersonen vergeben darüber hinaus zahlreiche Sonderpreise und Stipendien.

Die „Besonderen Besetzungen“ bei Jugend musiziert sind seit vielen Jahren Ziel der Förderung durch die Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur. In dieser Wertungskategorie treten Ensembles mit 2 bis 13 Spielern an – in spannendsten Besetzungen und mit faszinierender Musikliteratur in den Bereichen der Alten Musik, der Klassik und Romantik sowie der Neuen Musik. Das Konzert in der Remise wird von den aktuellen Bundespreisträgern des Jahres 2020 bestritten, die beim Bundeswettbewerb Pfingsten einen ersten Preis errungen haben werden und den Sonderpreis der Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur zugesprochen bekommen sowie vom Jungen Westfälischen Barockensemble, dem Preisträger-Ensemble aus 2019, das hier in voller Besetzung spielt.

Man kann fast sicher sein, die jungen Ausnahmetalente wird man in einigen Jahren auf großen Podien hören können. 2020 liegt der stilistische Fokus der Besonderen Besetzungen auf dem Bereich der Neuen Musik.

 

Programm

Da für die weiteren Beiträge dieses Konzertprogramms die aktuellen Besetzungen für 2020 und die Werke erst nach Pfingsten mit Abschluss des Bundeswettbewerbes in Freiburg im Breisgau feststehen werden, kann das Konzertprogramm auch erst unmittelbar im Anschluss zusammengestellt werden. Somit werden Sie, liebe Konzertbesucher, erneut ein „Überraschungskonzert“ erleben, das sicher wieder viele freudige Eindrücke mit den jungen Menschen und der frischen Art ihres Musizierens vermitteln wird – sozusagen lebendiges kulturelles Erbe oder: „ein Spiel mit (dem) Feuer“!

(Moderation: Matthias Pannes)

 

 

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 Open-Air

 

Leitung: Gabriel Perez, Stefan Pfeiffer-Galilea

"Majority" ("Volljährigkeit")

Das JugendJazzOrchester Nordrhein-Westfalen (JJO NRW) feierte 2015 sein 40-jähriges Bestehen. 1975 als erstes Ensemble seiner Art in der Bundesrepublik Deutschland mit Unterstützung des damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau gegründet, hat es sich zu einer Big Band mit Vorbildcharakter für viele weitere Landesjugendjazzorchester entwickelt. 

Das JJO NRW hat sich insbesondere durch ausgefallene und innovative Projekte einen Namen gemacht. Dazu gehört vor allem die Zusammenarbeit mit Künstlern und Ensembles anderer Musikgenres sowie mit klassischen Orchestern. Die Bereitschaft und die Kompetenz, mit denen das Auswahlensemble stilübergreifend agiert, führen zu zahlreichen interessanten Kombinationen, die neugierig machen, manchmal auch provozieren. Hinzu kommen regelmäßig Einladungen an namhafte Solisten aus dem Bereich des Jazz ebenso wie aus den Sparten Pop und Chanson. 

Als Kulturbotschafter für NRW in Sachen Jazz führten bislang 41 Konzertreisen des Orchesters rund um den Globus. 2010 erhielt die Band, wie schon 2006, beim Bundeswettbewerb für Auswahl-Orchester einen 1. Preis, 2013 wurde ihr der WDR-Jazzpreis in der Kategorie „NRW-Jazznachwuchs“ zugesprochen.

Auf „Burg Langendorf“ wird das JJO NRW u.a. Titel seiner 14. Tonträgerproduktion „Majority“ („Volljährigkeit“) präsentieren. Der Titel wurde bewusst im Hinblick auf die derzeitige, recht junge Besetzung gewählt. 

Das Leitungsteam dieses vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten Auswahlensembles verdeutlicht mit „Majority“, dass seine Aufgaben sich nicht nur auf die musikalische Unterweisung besonders begabter Jugendlicher beschränken, sondern vielmehr auch eine umfassende Betreuung Heranwachsender in einer wichtigen Phase ihres Lebens umfasst.

“Wow! What a great sounding band and a varied and interesting program of music. Big congrats to the JJO NRW for producing a great recording. The ensemble playing and soloing are all excellent. I was particularly impressed with how the band handles standards and then turns around and does something contemporary, as in the Glasper piece, and then makes another turn and plays the heck out of the tongue in cheek number titled Banda 8. Throw in some Piazzolla and Billy Joel, and you have here a clever and stylistically broad compilation of music. I thoroughly enjoyed listening to the complete program. Bravo to the composers and arrangers who wrote with style and variety”.

Bob Mintzer, 

Grammy Award Winner

Chief Conductor of the WDR Big Band 

 

 

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Leitung: Ingo Ernst Reihl

Pjotr Iljitsch Tschaikowski                                 Symphonie Nr. 2 in c-Moll

(1840 – 1893)                                                          „Kleinrussische“

Pjotr Iljitsch Tschaikowski                                 Symphonie Nr. 3 in D-Dur

(1840 – 1893)                                                          „Polnische“

 

das junge orchester NRW (djo NRW) besteht bereits seit über 30 Jahren als unabhängiges Ensemble. SchülerInnen, Studierende und junge Berufstätige kommen mehrmals jährlich unter der Leitung des Orchestergründers und Universitätsmusikdirektors Ingo Ernst Reihl zusammen, um gemeinsam auf hohem Niveau zu musizieren.

Gleichberechtigtes Miteinander von Laien- und ProfimusikerInnen mit hohem künstlerischen Anspruch ist eines der Markenzeichen des Jungen Orchesters NRW. Zudem untersteht das Orchester keiner Institution. Es fühlt sich als freies Orchester dem Rhein-Ruhr-Gebiet verbunden und ist keiner einzelnen Stadt zugeordnet. Auf diese Weise bewahrt sich das junge orchester NRW umfassende künstlerische Freiheit, die durch das vielfältige ehrenamtliche Engagement der Mitglieder erst möglich wird.

Auch wenn Pjotr Tschaikowski damals nicht zu den „Petersburger Fünf“, den fünf größten rus­sischen Komponisten des 19. Jahrhunderts (Borodin, Balakirew, Cui, Mussorgski, Rimski-Korsakov) zählte, genossen seine Werke bereits zu Lebzeiten internationale Bekannt­heit.

Mit seiner zweiten Symphonie, der sogenannten „Kleinrussischen“ Symphonie, schaffte Tschaikowski es die Aufmerksamkeit der Künstlergemeinschaft zu gewinnen. Ihnen gefiel an Tschaikowskis Musik, dass sie ukrainische Volkslieder zitiert und diese hörbar von ukrainischen Melodien und Tänzen inspiriert wurde. In jedem Satz seiner viersätzigen Symphonie lässt der Komponist ein Volkslied einfließen, wie etwa im ersten Satz, in dem ein eklatantes Horn-Solo eine weit schwingende Melodie verströmt, die dem Volkslied Drunter bei der Mutter Wolga entnommen ist. Doch nicht nur Volksmusik beeinflusste die Musik seiner 2. Symphonie, auch der Einfluss von Beethovens musikalischem Vermächtnis ist deutlich zu erkennen. Der vierte Satz ist geprägt von der 3. Symphonie in Es-Dur „Eroica“ Beethovens, welcher in Russland und zu Tschaikowskis Lebzeiten kultisch verehrt wurde.

Die dritte Symphonie ist von den frühen Werken Tschaikowskis sicherlich die bekannteste und trägt den Beinamen „Polnische“. Sie wurde im Jahre 1875, kurz nach der Entstehung seines 1. Klavierkonzert und dem Ballett „Schwanensee“, während seines Aufenthalts auf dem Anwesen der Familie Schilowsky in Ussowo innerhalb von zwei Monaten komponiert. Tschaikowski widmete diese Symphonie sowie drei weitere seiner Kompositionen seinem Schüler Wladimir Schilowsky, zu dem er eine besondere Beziehung hatte.

Diese Symphonie ist die erste und einzige Symphonie Tschaikowskis, die in einer Dur-Tonart komponiert wurde und fünf, statt der üblichen vier, Sätze vorweist. Während die Außensätze zu polnischen Polonaisen-Rhythmen stolzieren, haben die Innensätze die Schwanensee-Bühne niemals verlassen. Obwohl diese Symphonie nach ihrer Uraufführung am 7. November 1875 in Moskau durch Nikolai Rubinstein durchaus hochgelobt wurde - der russische Kritiker Laroche nannte sie sogar "das größte musikalische Ereignis des Jahrzehnts" - wurde sie doch von den späteren Symphonien Tschaikowskis in der Folgezeit überstrahlt und wird heute nur noch selten aufgeführt.

1969 als Sohn einer Tänzerin und eines bil­denden Künstlers in Oberhausen geboren, erhielt Ingo Ernst Reihl früh Trompeten- und Kla­vierunterricht. 1985 bis 1988 studierte er Kom­position bei Prof. Wolfgang Hufschmidt an der Folkwang Universität der Künste in Essen und gründete in dieser Zeit das junge orchester NRW, das er noch heute musikalisch leitet.

Ingo Ernst Reihl wurde 1994 Stipendiat der Herbert von Karajan Stiftung und 1997 Stipendiat der Leonhard-Stinnes-Stiftung. 1999 ernannte ihn das Staatliche Kammer­orchester der Republik Belarus zu seinem Ehrendirigenten. Seit Oktober 2001 ist Ingo Ernst Reihl Honorarprofessor für Dirigieren an der Staatlichen Musikakademie Belarus. Zudem leitet er seit 2013 das Universitäts­orchester der Technischen Universität Dortmund und unterrichtet dort Dirigieren/Ensembleleitung.

Reihl gehört seit 2014 zum Dirigententeam der Penderecki-Akademie, dem Festivalor­chester von musik:landschaft westfalen. Im selben Jahr wurde er Honorarprofessor an der Universität Witten/Herdecke. Er gibt regelmäßig Dirigier-Meisterkurse an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo.

Seine Arbeit als Gastdirigent zahlreicher Ensembles führte ihn durch West- und Ost­europa und ist dokumentiert auf CD- sowie in Rundfunk- und Fernsehaufnahmen.


 

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