14 JuMu 2015 klein

 

 

„Jugend musiziert“ - der große musikalische Jugendwettbewerb - motiviert Jahr für Jahr über 20.000 junge Musikerinnen und Musiker zu besonderen künstlerischen Leistungen. Er ist eine Bühne für viele, die als Solisten oder im Ensemble ihr musikalisches Können in der Öffentlichkeit zeigen und sich einer fachkundigen Jury präsentieren wollen. Neben dem musikalischen Wettbewerb geht es bei “Jugend musiziert“ um die Begegnung musikbegeisterter Jugendlicher und um die Bewältigung einer besonderen künstlerischen Herausforderung. Die konzentrierte Arbeit mit dem Musikinstrument oder der Singstimme, die Auseinandersetzung mit Werken verschiedener Musikepochen oder das gemeinsame Erlebnis beim Musizieren im Ensemble bereichern alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer und fördern ihre Entwicklung.

"Jugend musiziert" hat in nunmehr 53 Jahren wesentliche Impulse für das Musikleben in Deutschland gegeben. Der Wettbewerb hat künstlerische Maßstäbe gesetzt und auch für weniger gebräuchliche Instrumente, für weniger bekannte Werke und neue Stilrichtungen eine Plattform geschaffen. Die jährlich wechselnden Instrumental- und Vokal-Kategorien liefern wichtige Literaturtipps und geben Anregungen und Ziele für die Arbeit im Unterricht. “Jugend musiziert“ wird von Musikschulen und allgemein bildenden Schulen, von privaten Musikerziehern und Hochschullehrern sowie von vielen musikpädagogischen Verbänden und Interessengemeinschaften gefördert und unterstützt. Der Deutsche Musikrat, die öffentlichen Musikschulen und musikpädagogische Organisationen sichern die organisatorische Durchführung; Bund, Länder und Gemeinden sowie die Sparkassen-Finanzgruppe und zahlreiche weitere private und öffentliche Unterstützer stellen die notwendigen Mittel zur Verfügung.

"Jugend musiziert" ist offen für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, junge Berufstätige und Studierende, die nicht in einer musikalischen Berufsausbildung stehen. "Jugend musiziert“ steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Der Wettbewerb gliedert sich in drei Phasen: Aus mehr als 140 Regionalwettbewerben gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 16 Landeswettbewerbe in Deutschland und der 3 Landeswettbewerbe der Deutschen Schulen im Ausland (Mittelmeer-West, Mittelmeer Ost sowie Nord- und Westeuropa) hervor. Die ersten Landespreisträgerinnen und Landespreisträger werden zum Bundeswettbewerb entsandt, der 2016 in Kassel stattfindet. Auf allen drei Wettbewerbsebenen werden Urkunden und Preise vergeben. Die besten Leistungen im Bundeswettbewerb zeichnet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus. Stiftungen, Organisationen, Institutionen und Privatpersonen vergeben darüber hinaus zahlreiche Sonderpreise und Stipendien.

Die „Besonderen Besetzungen“ bei Jugend musiziert sind seit vielen Jahren Ziel der Förderung durch die Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur. In dieser Wertungskategorie treten Ensembles mit 2 bis 13 Spielern an – in spannendsten Besetzungen und mit faszinierender Musikliteratur in den Bereichen der Alten Musik, der Klassik und Romantik sowie der Neuen Musik. Das Konzert in der Remise wird von den aktuellen Bundespreisträgern des Jahres 2016 bestritten, die beim Bundeswettbewerb Pfingsten einen ersten Preis errungen haben werden und den Sonderpreis der Manfred-Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur zugesprochen bekommen. Man kann fast sicher sein, die jungen Ausnahmetalente wird man in einigen Jahren auf großen Podien hören können. 2018 liegt der stilistische Fokus der Besonderen Besetzungen auf dem Bereich der Alten Musik mit Werken aus Renaissance und Barock.

 

Programm

In der letzten Saison konnte ja nur ein Teil der Stiftungs-Preisträger das Konzert mitgestalten. Mit Jonathan Debus (Trompete) und Julius Schepansky (Akkordeon) wird nun die Präsentation der Preisträger von 2017 abgeschlossen; von beiden kann seit dem letzten Jahr eine eindrucksvolle Steigerung ihres künstlerischen Niveaus verzeichnet werden – seien Sie daher gespannt auf dieses Duo:

Julius Schepansky (1998) begann im Alter von 7 Jahren mit dem Akkordeonspiel, war Jungstudent an der Jugendakademie Münster und studiert nun an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Prof. Mie Miki. Er ist Preisträger und Sonderpreisträger diverser nationaler als auch internationaler Wettbewerbe, spielte u.a. in Europa und Asien und interessiert besonders für die Neue Musik.

Jonathan Debus (1998) war auch Jungstudent der Jugendakademie Münster und studiert seit dem Wintersemester 2017 Trompete an der Robert-Schumann Hochschule in Düsseldorf. Neben seinen Erfolgen bei diversen Wettbewerben spielte er mit verschiedenen Orchestern in Europa und den USA.

Beide präsentieren von Manuel de Falla (1876-1946) das Werk „Siete canciones populares españolas“ (Bearbeitungen von 7 spanischen Voksliedern) mit der nachstehenden Satzfolge: 1. El paño moruno, 2. Seguidilla murciana, 3. Asturiana, 4. Jota, 5. Nana, 6. Canción, 7. Polo.

Da für die weiteren Beiträge dieses Konzertprogramms die aktuellen Besetzungen für 2018 und die Werke erst nach Pfingsten mit Abschluss des Bundeswettbewerbes feststehen werden, kann das Konzertprogramm auch erst unmittelbar im Anschluss zusammengestellt werden. Somit werden Sie, liebe Konzertbesucher, erneut ein „Überraschungskonzert“ erleben, das sicher wieder viele freudige Eindrücke mit den jungen Menschen und der frischen Art ihres Musizierens vermitteln wird – sozusagen lebendiges kulturelles Erbe oder: „ein Spiel mit (dem) Feuer“!

(Moderation: Matthias Pannes)

 

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