LJO Dortmund klein 

 

Dirigent: Sebastian Tewinkel

Solist: Gabriel Schwabe, Cello

Programm:

 

“à la francaise”

Jacques Offenbach          Großes Konzert für Violoncello und Orchester

(1819 - 1880)

Maurice Ravel                    La Valse

(1875 - 1937)

George Gershwin              Ein Amerikaner in Paris

(1898 – 1937

Das Genie der Leichtigkeit – Jacques Offenbach würde im Jahr 2019 200 Jahre alt werden. Die Musikwelt feiert den Geburtstag des deutsch-französischen Komponisten, dem Wanderer zwischen den Welten - gefeiert und gedemütigt, dessen Musik aber nie verschwand. Jeder kennt den schmissigen »Cancan« aus »Orpheus in der Unterwelt« oder die »Barcarole« aus »Hoffmanns Erzählungen« – Welthits bis heute. Doch wer weiß schon, dass diese Melodien von einem Kölner stammen, dem Komponisten und Musikgenie Jacques Offenbach? Seine Welterfolge feierte der Erfinder der Operette in Paris, doch seine Wurzeln finden sich in Köln. Das Offenbach-Jahr 2019 bündelt die vielen Veranstaltungen der Sparten Musik, Theater, Tanz, Kunst und Literatur dieses berühmten Komponisten. Eines der Konzerte findet mit dem Landesjugendorchester NRW und dem großen, selten zu hörenden Cellokonzert von Offenbach in der Remise von Burg Langendorf statt. In Offenbachs Cellokonzert wird der Solist buchstäblich zum Akrobaten an seinem Instrument. Für manch einen gilt es als unspielbar. So soll Johannes Brahms gesagt haben, er hätte selbst ein Konzert für Cello geschrieben, wenn er gewusst hätte, zu was dieses Instrument fähig sei. Der junge Cellist Gabriel Schwabe beweist sein virtuoses Können und erweist dem Jubilar Jacques Offenbach damit alle Ehre. Der zweite Konzertteil in der Remise widmet sich Offenbachs Wahlheimat Frankreich. Ganz dessen europäischem Geiste folgend, spielt das Orchester Ravels „La Valse“ und Gershwins „Ein Amerikaner in Paris“. Ein musikalischer Brückenschlag mit hohem musikalischem Anspruch. 

In das Landesjugendorchester NRW werden Jugendliche aufgenommen, wenn sie erste Preisträger im Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ sind oder ein Probespiel vor einer professionellen Jury bestanden haben. Das LJO NRW bietet den besten Musikerinnen und Musikern im Alter vom 14 bis 24 Jahren die Möglichkeit, große sinfonische Werke in professioneller Qualität einzustudieren. Begeisternde Spielfreude gepaart mit hohem technischen Niveau und künstlerischen Anspruch zeichnen die Konzerte dieses Auswahlorchesters aus. Für viele der ca. 100 Mitwirkenden ist das Landesjugendorchester NRW eine wichtige Vorbereitung auf das Musikstudium und wirkt sich prägend auf ihren weiteren Lebensweg aus.

Dieses hohe Niveau führt zu Konzerteinladungen im In- und Ausland sowie zu einer Förderung durch WDR3, der das Orchester regelmäßig zu CD-Produktionen in den Sendesaal nach Köln einlädt.

Der aus Unna in Westfalen stammende Sebastian Tewinkel studierte zunächst Schulmusik mit dem Hauptfach Violine an der Musikhochschule in Hannover. Anschließend schloss er ein Künstlerisches Aufbaustudium im Fach Dirigieren an der Stuttgarter Musikhochschule mit Auszeichnung ab. Von 2002 bis 2013 wirkte Sebastian Tewinkel als Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. 2009/2010 übernahm er in gleicher Funktion die Kammerphilharmonie Graubünden in Chur. Seit dem Wintersemester 2010/11 ist er außerdem Professor für Orchesterleitung an der Musikhochschule Trossingen.2012 erhielt Sebastian Tewinkel den Echo-Klassik für die Sony/BR-Produktion von Cellokonzerten von Dvorak und Saint-Saens mit Maximilian Hornung und den Bamberger Symphonikern.

Der 1988 in Berlin als Sohn deutsch-spanischer Eltern geborene Gabriel Schwabe konnte sich in den letzten Jahren unter den führenden Cellisten seiner Generation etablieren. Maßgebliche Kritiker loben seine Interpretationskunst und sein technisches Vermögen in Verbindung mit einer beeindruckenden Bühnenpräsenz.

Gabriel Schwabe ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, u.a. des Grand Prix Emanuel Feuermann 2006. Im Jahr 2007 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb des Deutschen Musikrates und wurde von den

Festspielen Mecklenburg-Vorpommern mit dem Solistenpreis ausgezeichnet. 2009 erhielt er beim Concours Rostropovitsch in Paris einen Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerkes "Invocation" von Éric Tanguy. Im gleichen Jahr

gewann er den renommierten Pierre Fournier Award in London. Inzwischen debütierte Gabriel Schwabe bei zahlreichen bedeutenden nationalen und internationalen Ochesternund veröffentlichte unter dem Label Naxos erste CDs.

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